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Locke in Brasilien. Eigentum und Arbeit in der deutschen Auswanderungsliteratur

Die deutsche Brasilien-Literatur des 19. Jahrhunderts stellt die Aussicht auf Eigentum als eine treibende Kraft der Auswanderung nach Südamerika dar. Dabei gilt: Wer zu harter Arbeit bereit sei, könne Eigentümer werden. Irene Husser geht dieser Verbindung von Eigentum und Arbeit sowie ihren kolonialen Implikationen nach – bis zu John Locke.

Ada und ihre Schwestern: Eine spekulative (Figuren-)Geschichte

Von Sigrid G. Köhler & Julia Rebholz | Sharon Dodua Otoo und August von Kotzebue – eine Schwarze Gegenwartsautorin und ein weißer Theaterautor um 1800? Und doch schreiben beide an ‚einer‘ literarischen Geschichte, vorausgesetzt man nimmt ihre Ada-Figuren zum Ausgangspunkt um einen Bogen über 500 Jahre atlantische Weltgeschichte, geprägt von Kolonialismus, Versklavung und Migration zu spannen.

„Jetzt kann mir egal sein, ob der Block mich liebt“ – Autosoziobiografische Verfahren im Hip-Hop

Von Paula Baumgartner | Wenn man von Autosoziobiografie und sozialen Aufstiegserzählungen spricht, denkt man an Texte wie Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ oder Christian Barons „Ein Mann seiner Klasse“. Dabei werden auch in einem anderen kulturellen Feld autosoziobiografische Rückblicke auf Kindheit und Jugend in sozial prekären Umgebungen geworfen.

Emilia Galottis Schwarze Schwester? Bürgerliches Trauerspiel goes global!

Von Thanapon Danpakdee | Seit jeher sitzt Emilia als Repräsentantin des bürgerlichen Trauerspiels im Deutschunterricht. Von der anderen Seite des Schulfensters, jenseits des Kanons, schaut ihre Schwarze Schwester Cadige hinein und erklärt sich bereit, unser Bild des deutschen Dramas zu transformieren.